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Schulreferat von Sally Hülse Königreich NORWEGEN Die Zahlen, Fakten und Daten sind nach bestem Wissen und Gewissen geprüft. Dennoch kann keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben übernommen werden. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Teil 2 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Wirtschaft Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fanden noch etwa 70 % aller Fjordbewohner ihr Auskommen in den primären Wirtschaftszweigen Landwirtschaft und Fischfang, in den 80er Jahren waren es weit unter 10 %. Wichtige Grundlagen der Wirtschaft sind außerdem atürliche Rohstoffe, wie Holz, Erz und insbesondere die Öl- und Gasvorkommen in der Nordsee. Lediglich 3 - 4 % der Landfläche Westnorwegens sind Landwirtschaftlich nutzbar. Etwa 15 % bedecken Nutzwälder, der Rest etwa 80 %, sind Felsen, Gebirgswald, Moore, Gletscher und Schotter. Das ebene und fruchtbare Land liegt vor allem an den Küstenregionen und das saftige Weideland in den Bergen, welches aber fast nur im Sommer genutzt werden kann. Vieh- und Milchwirtschaft bilden seit jeher die Haupteinnahmequelle der westnorwegischen Agrarwirtschaft. Die Höfe sind meist klein. Berühmt ist das Fjordland für die wahrscheinlich nördlichsten Obstpflanzungen der Welt. Hering und Dorsch sind traditionell die beiden wichtigsten Fischarten. Zu allen Zeiten waren die Fangresultate großen Schwankungen unterworfen. Riesige Herings und Sprottenschwärme konnten glückliche Stimmung entlang der Küste verbreiten, zugleich wurde nichts mehr gefürchtet als die "Schwarzen Jahre", das totale Ausbleiben der Fischschwärme. Durch die Einführung des Mototrschiffes, der Entwicklung des Echolot und die Perfektionierung der Geräte stiegen die Fangmengen drastisch an. Die Gefahr der Überfischung besteht auch für Makrelen, Lodden, Köhler, Seelachs, Schellfisch, Lumbe und Lenge und kann nur durch strenge Quotenreglung unter Kontrolle gebracht werden. Ein vielversprechender Wirtschaftszweig ist die Aquakultur, die Anfang der 70 er Jahre erste nennenswerte Erfolge aufzuweisen hatte. Allerdings brachte sie auch ökologische und marktpolitische Probleme mit sich. In gut geschützten Fjordabschnitten werden vor allem Lachse oder Regenbogenforellen gezüchtet. Das Betriebsrisiko für einen Toralverlust ist hoch. Die Fischfarmer rechnen alle fünf Jahre mit Seuchen, Parasiten oder einem bedrohlichem Algenwachstum. Durch einen Orkan der 1992 wütete, gelang es über 1 Millionen Lachsen und Regenbogenforellen aus den Käfigen auszubrechen und ins offene Meer zu gelangen. Die wichtigste Grundlage, vor der Entdeckung der Öl- und Gasvorkommen, für die Industrie ist die Hydroenergie, die unter Ausnutzung eines großen Gefälles, der vom Gebirge herabstürzenden Wassermassen prduziert wird. Gut 40 % des norwegischen Stromaufkommens stammt aus dem Fjordland. Der noch weitere Ausbau der Hydroernergie ist umstritten, da beispielsweise die Ufersäume der gestauten Seen durch die technisch bedingten Wasserstandsschwankungen veröden. Die Bürgerinitiativen gegen den Wasserkraftausbau haben in Norwegen eine vergleichsweise lange Tradition. 1970 blockierten Ausbaugegner einen Sommer lang den einzigen Zufahrtsweg zum 665 Meter hohen Wasserfall Mardalsfossen in der Nähe von Andalsnes. Die friedliche Protestaktion erregte selbst international Aufsehen, blieb aber efolglos, der Mardalsfossen verschwand in Röhren. Erfolgreicher waren die Proteste gegen Atomkraft. Norwegen ist eines der wenigen Länder in Europa ohne Atomkraftwerke. Rund ein Drittel des im Fjordland erzeugten Stroms wird für die Produktion der Aluminium-, Eisen-, und Chemieindustrie genutzt. Allerdings entstehen bei der Herstellung viele Schwermetalle, die im Abwasser landen. Norwegen reagierte nur zögerlich auf die Schäden und wiegte sich lange in dem Glauben, ihre Probleme seien überwiegend auf die Verschmutzung anderer Länder zurückzuführen, die in der Tat einiges zu den Schäden beigetragen hatten. Erst in den 80er Jahren wurde diskutiert ob die Aufdeckung von Umweltkriminalität ernsthaft in Erwägung gezogen werden konnte. Der Stillstand der traditionellen Industriezweige, Fischerei, Fischverarbeitung, Werftbetriebe und Konsumgüterherstellung, aber auch der Industrien und Metallerzeugungen, der Anfang der 80er Jahre einstezte hielt auch in den 90er Jahren an. Ohne die Industriezweige wie z.B. Petrochemie oder die umfangreichen Zuliefer- und Versorgungsbetriebe im Offshorebereich, sähe es um die norwegische Wirtschaft schlecht aus. Seit Mitte der 70er Jahre hat sich die Öl- und Gasindustrie zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor entwickelt. In Norwegen befinden sich ca. 1 % der Weltvorräte an Gas und Erdöl. Seit Anbeginn der Ölförderung hat sich der norwegische Staat darum bemüht, nicht einem ungehemmten Ölrausch zu erliegen und viel Geld in Sicherheitsmaßnahmen gesteckt, die so heißt es, die strengsten der Welt sein sollen. Insbesondere versuchte man, die Magnetwirkung der Ölzentren, allen voran Stavanger, zu bremsen in dem angeschlagene Wirtschaftszweige unterstützt und das staatliche Sozialwesen ausgebaut wurde. Geschichte Die ältesten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der alten Steinzeit (10000 bis 9000 v.Chr.), als die Gletscher der letzten Eiszeit zu schmelzen begannen. Es handelt sich hierbei um Schädelfunde und aus Stein hergestellte Gebrauchsgegenstände. Die Indogermanen oder auch Urnorweger genannt, gingen entlang der Südküste auf Rentierjagd und Fischfang. In der jungen Steinzeit (4000 bis 1500 v.Chr.) wurden die Sippen sesshaft, sie züchteten Vieh und bauten Pflanzen und Getreide an. Aus der Jungsteinzeit und Bronzezeit (1500 bis 500 v.Chr.) stammen die ältesten Felszeichnungen. Sie waren Bestandteile von Riten und sollten die Götter beschwören, damit die Jäger Glück bei der Jagd hatten oder das die Ernte gut ausfallen sollte. Andere Überreste dieser Zeit sind die Grabhügel. Gleichzeitig mit dem Übergang zur Eisenzeit (500 v.Chr.) wurde das Klima in Nordeuropa kälter und feuchter. Wegen diesem Klimaumschwung mussten die Menschen feste Unterkünfte bauen, die von einer Schlafstätte bis zum Viehstall alles unter einem Dach vereinten. Als Baumaterial benutzten sie Holz und Grasoden. Die Ursachen der Völkerwanderung, die noch vor dem Beginn unserer Zeitrechnung einsetzte, waren Klimawechsel, Streit zwischen den einzelnen Stämmen und Abenteuerlust. Die HAruden, die wahrscheinlich aus dem westnorwegischen Hardanger stammten, gehörten um 45 n.Chr. zu den ersten Urnorwegern, die es nach Mitteleuropa zog. Wikinger Als wendepunkt gilt das Jahr 793, als eine Horde Normannen, die kleine Holy Island vor der Ostküste Englands heimsuchten. Sie plünderten das Kloster Lindisfarne, brannten es nieder und erschlugen die Mönche. In der Folgezeit häuften sich solche Vorkommnisse, verbreiteten die Wikinger, wie sich die Normannen auf Beutezug nannten, Angst und Schrecken. Sie bildeten keine Volksgemeinschaft und der Name Wikinger galt nicht nur für Norweger sondern auch für Schweden und Dänen. Gleichzeitig betätigte sich nicht jeder Normanne als Wikinger. Wären die einen auf Beutezug waren, segelten andere zu Handelsplätzen und gründeten Siedlungen. Dank ihren solide und wendig gebauten Drachenbooten eroberten sie viele Städte und machten Flüssse und Meere unsicher. Um 850 bestand Norwegen aus vielen kleinen Fürstentümern, die ständig miteinander konkurierten. Einer dieser Potentate war Harals Hafegre, er regierte zwischen 850 und 933, er hatte auch den Beinamen Schönhaar. Seine ärgsten Wiedersachern stellte er sich in der Schlacht von Hafrsfjord, der in der Nähe von Stavanger stattfand. Es muss ein furchtbarer Kampf gewesen sein, aber Harald siegte, wurde zum König ernannt und dadurch wurde Norwegen zum erstenmal zu einem Reich vereinigt. Er festigte seien Macht, indem er die gewonnenen Landstriche unter seinen zahlreichen Ahnen verteilte, führte eine Art Steuersystem in Naturalien ein und stellte die Bauern dafür unter seinen Schutz. 847 hatten sich die ersten Normanen auf Island niedergelassen, hielten aber noch Handelsbeziehungen zu den Norwegern. 982 entdeckte Erik der Rote das heutige Grönland und ein Nachfolger von ihm, Leif entdeckte um 1000 Nordamerika. Festigung und Zerfall Um die Jahrtausendwende ebbten die Wikingerzüge auf dem europäischen Kontinent ab. Man weiß bis heute nicht ob das am Christentum lag, dass sich zu dieser Zeit durchsetzte. Das ehemals von Harald geschlossene Reich begann zu bröckeln und ein Urenkel, König Olav Tryggvasson, starb im Kampf gegen die unheilige Allianz aus Dänen, Schweden und Tröndelager Fürsten. Erst König Olav Haraldsson gelang es das Christentum endgültig durchzusetzen. 1030 starb er bei der Schlacht von Stiglestad und ein Jahr später wurde er Heilig gesprochen. Magnus Olavsson, der von 1035 bis 1047 regierte, wandte Reich und Königshaus und behauptete sich gegen die Besitzansprüche der dänischen und schwedischen Nachbarn. Die neue Stabilität zeigte erste Auswirkungen. 1048 wurde Oslo gegründert und 1070 Bergen, die wichtigste Stadt nach dem Bischofssitz und Königshof Nidaros, dem heutigen Trondheim. 1250 erhielt König Hakon IV einen Handelszuschlag für Bergen. 1262 wurden Island und Grönland in das norwegische Königreich integriert. orwegen befand sich auf dem Höhepunkt seiner Macht und in der Phase relativen Wohlstands, der den privilegierten vorbehalten wurde. Bauern und Fischer lebten in Abhängigkeit und finanzierten direkt oder indirekt Gesetzmäßigkeiten und Launen des Feudalsystems. Die Kalmarer Union 1349 brach die Pest in Norwegen aus und mehr als die Hälfte der Bevölkerung starb. 1319 begann eine andere Katastrophe, ohne dass jemand die Konsequenzen im voraus bemerkte. Da Hakon V keine männlichen Erben hinterließ, sahen sich die Patrizier nach einem neuen König um und entschieden sich für den Schwedenkönig Magnus Eriksson, der die Krone 1343 seinem Sohn überließ. Nach seinem Tod 1380 war es mit der Selbstständigkeit Norwegen plötzlich vorbei. Die Witwe Magarethe I, durfte zwar den Thron nicht besteigen, zog aber geschickt die Fäden und betrieb die Vereinigung Dänemarks und Norwegen, die 1387 mit der Krönung Margareths als kleinskandinavische Königin offiziel besiegelt wurde. 1397 nutzte sie die Verflechtung der nordischen Königshäuser und gründete die Kalmarer Union, in der sich nun auch Schweden befand. Magarethe strebte nach höherem, aber das gehört nicht zur norwegischen sondern zur dänischen Geschichte. Während die Schweden ständig gegen die Zwangsunion Wiederstände leisteten und 1523 unter Gustav Vasa die Unabhängigkeit erkämpften, verkümmerte Norwegen zur dänischen Provinz. Die fernen Herrscher in Kopenhagen bestzten die entscheidenden Verwaltungsposten mit eigenen Leuten und machte das Dänische zur Amtssprache. Union mit Schweden Mit dem Kieler Frieden 1814 wurde Europa neu aufgeteilt. Dänemark gehörte zu den Verlierern und musste Norwegen an Schweden abgeben. Norwegen litt schwer an den Napoleonischen Kriegen, zum einen legte die englische Seeblockade den Handel lahm und zum anderen mussten viele norwegische Soldaten sterben. 1814 mehrten sich die Stimmen, die die Unabhängigkeit forderten und die Union mit Schweden ablehnten. Oslo wurde zu Christiania umbenannt und ein Neffe des aktuellen Königs von Dänemark engagierte sich für die Bildung einer Verfassungs- gebenden Versammlung, ohne die Wiedervereinigung von Dänemark und Norwegen aus den Augen zu verlieren. Im April 1814 trafen sich 112 Abgeordnete zur Nationalversammlung und verabschiedeten am 17. Mai die neue Verfassung. Sie wählten einen dänischen Prinzen zum König. Die Schweden wollten aber nicht auf die Union verzichten. Nach erfolglosen Verhandlungen zwangen sie Christiania mit millitärischem Druck zum Nachgeben. Karl Johan, Schwedens König, kannte die Nationalversammlung und ihre Verfassung an, stzte jedoch Änderungen durch, die die Union bestätigten und die Außenpolitik den Schweden unterstellte. Trotzdem bedeutete dieser Unionsvertrag eine wesentliche Verbesserung der Staatsrechte in Norwegen. Die neue Verfassung wurde gesellschafftlich anerkannt und begann den Auftakt in die Unabhängigkeit. Von diesem Moment an war der 17. Mai ein Nationalfeiertag. Die Nationalversammlung gründete sich in Christiania. Die Mitglieder verlegten sich auf eine Taktik der kleinen Schritte, um mehr Freiheit zu erreichen. Das neue norwegische Parlament, das Storting, wurde erst 1884 durchgesetzt. Die nationale Bewegung war für weite Teile der Bevölkerung weitaus wichtiger, als für die Politiker. In Eidsvoll nahm sie ihren Anfang. Künstler und Bürger besannen sich auf alles was sie als urnorwegisch einstuften, wie zum Beispiel Wikinger, Stabkirchen, Kunsthandwerk, Sprache und Literatur. 1872 in Haugesund wurde wegen des 1000. Jahrestages der Schlacht am Hafrsfjord eine Gedächtnissfeier mit Enthüllung eines Denkmals gehalten. In den ersten dreißig Jahren der Union stand Norwegen ständig am Rand der Pleite. Bauern und Fischer lebten aber unverändert. Die landwirtschaftlichen Produktionsmethoden waren überholt. Ein neuer Wirtschaftszweig, der Walfang, entstand durch die Erfindung der Harpunenkanone. Obwohl die Industriealisierung einsetzte und die Fortschritte in der Schiffbautechnik den Fischfang reichlich erleichterten, reichten die vorhandenen Arbeitsplätze nicht aus, um die stetig wachsende Bevölkerung zu ernähren. Ungefähr 800 000 Menschen verließen zwischen 1825 und 1915 das Land auf der Suche nach einem besseren Leben. Die Meisten von ihnen gingen nach Nordamerika. 1905 entschieden sich die Norweger in einer ersten Volksabstimung für eine vollständige Souveränität und in einer zweiten für die Konstitutionelle Monarchie als Staatsform. Landeshauptstadt wurde Christiania. Den König mußten sich die Norweger von außerhalb besorgen. Der dänische Prinz Carl wurde als Hakon VII. im Nidaros Dom zu Trondheim gekrönt. 1913 beschloss das Storting das Frauenwahlrecht. Zur gleichen zeit begann man mit dem Bau von Anlagen für die Energiegewinnung durch die Wasserkraft, die das Land heute zusammen mit dem Öl energieunabhängig macht. Im ersten Weltkrieg erklärte sich Norwegen für neutral. Die Handelsflotte fuhr überwiegend Versorgungseinsätze für die Alliierten und verlor dabei die Hälfte ihrer Schiffe. 1924 erhielt Kristiania, nachdem die Schreibweise bereits norwegisiert wurde, seinen ursprünglichen Namen Oslo wieder. Der zweite Weltkrieg ist das finstere Kapitel der jüngeren norwegischen Geschichte. Am 9. April 1940 bestzte Hitlers Wehrmacht das Land, um in Erster Linie den norwegischen Erzausfuhrhafen NArvik zu kontrollieren, Flottenstützpunkte an der Küste zu positionieren und eine Nordflanke für den Angriff auf die Sowjetunion zu schaffen. Die Flucht des Königs und des Parlaments war nur möglich, da ein Schiff im Oslofjord unterging und so die Einnahme Oslos verzögert wurde. Im Norden gelang es britischen, französischen, polnischen und einheimischen Kampftruppen Narvik zurückzuerobern. Bei Kriegsausbruch 1939 offenbarte sich der Widerstand in unterschiedlichen Formen, der Großteil der Handelsflotte war bei Kriegsausbruch vorsichtshalber in Großbritannien stationiert worden, Juden wurden heimlich über die Grenze nach Schweden geschleust und zahlreiche Norweger beteiligten sich unter britischem Oberbefehl an Überfällen und Sabotageangriffen. Viele mussten ihren Einsatz mit dem Leben bezahlen. Als sich 1943 die Niederlage Hitlers abzeichnete, nahm die Brutalität zu. Am 7.Mai 1945 kapitulierte das deutsche Oberkomando in Norwegen. Der König kehrte zurück und wurde mit Jubel empfangen. Ungefähr 20 000 Norweger erhielten Gefängnisstrafen wegen Unterstützung der feindlichen Besatzungsmacht gegen eigene Leute (Kollaboration). Als im Herbst 1945 das Storting neu gewählt wurde, erreichte die sozialdemokratische Arbeiter- partei erstmals die absolute Mehrheit, die sie erst 1961 wieder abgeben musste. In ihre Amtszeit fielen die Wiederaufbauphase, die Beitritte 1960 zur Europäischen Freiheitszone EFTA und 1949 zur NATO. Offiziell blieben die Stationierung fremder Truppen und die Lagerung von Atomwaffen untersagt. Bis in die 60er Jahre waren Fischerei und Landwirtschaft die tragenden Säulen der Wirtschaft. 1991 starb König Olav V. und sein Sohn Harald V. bestieg den Thron. Als 1964 die ersten Probebohrungen nach Öl aufgenommen wurden, begann eine neue Ära für Norwegen. 1972 wurde die staatliche Ölgesellschaft Statoil gegründet. Noch im gleichen Jahr entschieden sich die Norweger per Volksabstimmung gegen die Mitgliedschaft in der Europäischen Gemeinschaft. Die Erdölförderung verhalf Norwegen zu außerordentlichen Einnahmen. Die Wirtschaft war so stark, dass sie sich von außen nicht beeinflussen ließ. Das zweite Ringen um den Beitritt in die EU 1994 verlief ähnlich wie die Erste. Die Bezeichnung "Europäische Union" war vielen Gegnern suspekt, da die unfreiwillige Zweisamkeit mit Schweden auch als Union in den Gedächtnissen war. Die Norweger hatten Angst, dass die nationalen Errungenschaften zurück an die Brüsseler Machthaber fielen. Die Argumentation der Befürworter war auch nicht gerade geschickt. Es wurden Horrorszenarien entworfen, was passieren könnte wenn sie nicht eintreten würden. Dass die EU Gegner die Abstimmung knapp gewonnen haben lag wohl an der unsicheren Antwort auf die Frage:"Was passieret wenn?". Norwegen hätte wohl viel positives in die EU eingebracht, da sie unter anderem viel auf die Gleichberechtigung von Mann und Frau setzen. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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