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Norwegen 2005 Tovdal/Tveit 10.09.-24.09.05 Nach einigen Reisen ohne unsere Kinder, hatten wir dieses Jahr unsere Tochter Sally mit dabei. Sie studiert zur Zeit Geografie und Biologie auf Lehramt und hatte vorlesungsfreie Zeit. Abfahrt am Freitag, den 09.09.05 um 17,00 Uhr. Keine Staus, Durchschnittsgeschwindigkeit 110 km/h Ankunft in Hirtshals um 23,30 Uhr am Fähranleger von Kystlink. Kystlink in erster Linie eine Frachtfähre und deshalb sieht das ganze hier etwas improvisiert aus. Ein Container zum Einchecken und ein kleiner Containerbau mit Büro, Aufenthaltsraum, Getränkeautomat und Toiletten. Soweit einfach ohne Extras, aber wir wollen ja auch einfach nur nach Norwegen". Einziges Problem für uns war dass wir bei der Nachtüberfahrt um 2,00 Uhr gerne eine Kabine haben wollten, diese bei Kystlink aber nicht vorzubuchen waren. Als wir ankamen waren erst etwa 10 Fahrzeuge in der Warteschlange die sich bis gegen 1,00 Uhr aber noch recht gut füllten. Als dann das Verladen mit 30 minütiger Verspätung endlich begann waren wir das allerletzte Auto das auf die Fähre fahren durfte. Entsprechend lang war die Schlange derer die sich eine auf diesem Schiff in sehr geringer Stückzahl zur Verfügung stehenden Kabinen sichern wollten. Irgendwie hatten dann auch schon viele eine Kabine gebucht, was uns doch sehr verwunderte. Da hätten wir wohl beim Einchecken nachfragen müssen, hatten das aber irgendwie vergessen. Mit etwas Glück (oder auch nicht) bekamen wir dann noch eine Zweibettkabine ganz weit unten im Schiff, die für zwei schon sehr eng gewesen wäre aber für uns drei eine echte Herausforderung wurde. So ähnlich müssen die Platzverhältnisse auf den Sklaventransporten früher einmal gewesen seinJ Irgendwie schafften wir es uns in die Kojen zu quetschen und wenigstens 2-3 Stunden zu schlafen. Die Pride of Telemark" wurde zwar von Kystlink neu" in Betrieb genommen, fuhr allerdings schon über zwanzig Jahre im Mittelmeer. Was man dem Schiff durchaus ansieht. Mit knapp halbstündiger Verspätung legten wir in Langesund an und kamen überraschend schnell von Bord. Unser erster Weg führte uns zum Badeland des Hotel Skjærgarden". Hier hatte ich im Internett eine interessante Sache entdeckt, Frokostbadning" !! Baden im sehr schönen Badeland bei 31° C Wassertemperatur, mit Aussicht auf den Langesundfjord und seine Schären und dazu ein Frühstücksbüffet für NOK 135,00 p.P. So konnten wir uns erst mal zwei Stunden akklimatisieren J Anschließend ging es bei strahlendem Sonnenschein nach Tovdal zu der gemieteten Hütte. Der Vermieter der gerade fertig war mit dem Rasenmähen begrüßte uns und zeigte uns die Hütte. Somit konnte ich auch gleich meine norwegisch Kenntnisse wieder etwas auffrischen, die leider zwischen den Reisen sehr leiden. Es war zwar recht bescheiden, aber immerhin kamen wir ohne Englisch aus. Der Vermieter hat auf dem ehemaligen Bauernhof, auf dem das von uns gemietete Ferienhaus steht auch sein eigenes Ferienhaus. Seinen Hauptwohnsitz hat er auf Hisøy bei Arendal und ist nur hin und wieder für einige Tage oder ein Wochenende hier. Nach dem wir in der Sonne Mittag gegessen und uns ein wenig von den Reisestrapazen erholt hatten, machten wir noch eine kleine Wanderung zum Tveitfossen, einem Wasserfall am Ablauf des Tveitvatn der hier über eine Höhen von knapp 24 Metern und einer Länge von ca. 150 Metern durchs Tal rauscht. Wir kletterten etwa 2 Stunden am Wasserfall entlang, an dem Sally einige interessante Pflanzen für ihr Studium entdeckte. Am Abend machten wir den Kaminofen an um es etwas gemütlicher zu haben, es war nachts doch schon recht kalt. 11.09.05 Wie immer wurde ich früher wach als alle anderen, wenn auch nicht so früh wie gewohnt. Gegen 7,30 kochte ich mir Kaffee und gönnte mir ein erstes Frühstück. Da es mir im Haus zu langweilig wurde und ich Sally und Evelyn nicht wach machen wollte, zog ich mich an und machte einen kleinen Spaziergang entlang dem Forstweg neben unserer Hütte. Schon wenige Meter hinter der Hütte entdeckte ich frische Elchspuren und hoffte auch auf ein Treffen mit dem König der Wälder, daraus wurde zwar nichts aber es war trotzdem ein schöner Spaziergang von etwa einer Stunde. Einsame Wälder, ein kleiner See und Pilze von riesigen Ausmaßen in absoluter Stille. Nach dem meine beiden Grazien endlich ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, packten wir den Rucksack und starteten bei dichter Bewölkung ans Ende des Tovdal zu einer Wanderung zum Rjukafoss. Bei 10°C und leichtem Nieselregen begannen wir die Tour mit einigen überwiegend norwegischen Wanderern. Der Weg war sehr holprig mit vielen Wurzeln und kleinen und großen Steinen, die bei leichtem Nieselregen recht rutschig waren. Die Natur entlang dem Flusslauf entschädigte allerdings für das durchwachsene Wetter. Nach knapp 75 Minuten Fußmarsch begleitet von einigen heftigen Blaubeerangriffen, bei denen wir aber gerade noch mal mit blauen Lippen und Fingern davonkamen, hatten wir eine tolle Sicht auf den ca. 80m hohen Wasserfall. Und nach weiteren 10 Minuten waren wir direkt über dem Fall mit sehr schönem Blick ins Tal. Die Wolken hingen noch immer sehr tief, aber der Regen hatte aufgehört. Nach kurzer Mittags- und Fotopause machten wir uns wieder auf den Rückweg, auf dem wir immer wieder von den zahlreich vorkommenden Blaubeeren angegriffen wurden. So hatten wir an unserem ersten richtigen Urlaubstag nach einer 3,5 Stunden Wanderung auch gerade noch die Kraft etwas zu Essen zu kochen und nach einer schönen heißen Dusche fielen wir auf unsere Betten und ruhten den restlichen Tag. 12.09.05 Um kurz nach 7,00 Uhr weckte mich die grelle Sonne, also aufstehen und Frühstücken. Da die Sonne sich so viel Mühe gab und der strahlend blaue Himmel sicher nicht jeden Tag zu erwarten war entschloss ich mich gegen 8,30 Uhr Evelyn und Sally aus dem Bett zu schmeißen um den Tag sinnvoll zu nutzen. Zunächst fuhren wir zur nächst größeren Gemeinde Åmli und besorgten einige Lebensmittel. Dann fuhren wir weiter nach Jettegrytene oder Reinfoss", einem Flusstal des Fyresåna das auf einer Länge von ca. 300 Metern mit seinen großen Gletschertöpfen, kleinen Wasserfällen und in den Fels gewaschenen Naturrutschen im Sommer als Freizeitbad genutzt wird. Die Gletschertöpfe haben einen Durchmesser bis zu 12 Metern und eine Tiefe bis 8 Metern. Hier kletterten wir fast 3 Stunden über die glatten Felsen und machten zusammen über 200 Fotos, so fasziniert waren wir von diesem Gebiet. Bei anhaltendem Sonnenschein machten wir im Anschluss noch eine Tour zum Fyresvatn. Wir umrundeten den in der Telemark gelegenen See, mit ca.30 km Länge und den bis zu 900 Metern hohen Bergen. Der Weg zurück Richtung Åmli, über das Fjell auf der Westseite des Fyresvatn bot viele wunderschöne Aussichten mit zahlreichen Seen und wilden Wasserläufen. 13.09.05 Heute stand ein Ausflug in eine von uns schon oft besuchte Stadt an, Arendal. Hier waren wir im Laufe der letzten 10 Jahre schon sehr oft, da wir nicht weit entfernt des Öfteren eine Hütte von unseren ehemaligen Freunden geliehen hatten. Nach dem wir die uns bekannten Geschäfte besucht und uns mit einem gegrillten Hähnchen und frischem Baguette versorgt hatten, fuhren wir auf die Insel Hisøy zu einer Freizeitanlage und machten ein Picknick am Meer. Anschließend badeten wir einige Stunden unsere Pilker, ohne auch nur einen einzigen Fisch zu Gesicht zu bekommen. nHier muß ich mal anmerken das Pilker" Köder aus Metall zum Fischfang sind und nichts mit Pilgern" zu tun haben. Denn Pilger baden", ist was ganz anderes- n Also geben wir irgendwann leicht frustriert auf und fuhren an den Hafen von Arendal um zu erkunden ob im Haven Pub eventuell am Mittwoch das Champions League Spiel Bremen gegen Barcelona übertragen wird. Leider hatten wir kein Glück und mussten uns darauf einstellen aus dem Stadion per SMS mit dem Spielstand versorgt zu werden. Da tat trotz aller Urlaubsfreude das grün-weiße Herz etwas weh L Nach einem Kaffee im Hafen machten wir noch eine kleine Tour auf die Insel Tromøy. Auf der Rückfahrt fuhren wir noch, bei einem inzwischen in Norwegen recht weit verbreiteten Lidl Markt vorbei, um mal die Produktpalette mit der in Deutschland zu vergleichen. Wir waren schon etwas erstaunt dass hier fast alle Produkte tatsächlich mit denen bei uns identisch waren. Gleiche Artikel, gleicher Hersteller nur etwas teurer als in Deutschland. Für den norwegischen Lebensmittelmarkt allerdings eine echte Konkurrenz. 14.09.05 Da für morgen ein zweitägiger Ausflug nach Oslo mit Übernachtung bei unserer Freundin Kristine in Drammen anstand wollten wir uns heute etwas ausruhen und machten nur einige kleinere Spaziergänge in der näheren Umgebung. Den Abend verbrachten wir dann mit dem bangen warten auf Nachricht aus dem Weser Stadion, leider blieb die Überraschung aus aber gegen Barcelona darf man ja auch mal verlieren. 15.09.05 Früh morgens starteten wir bei +4°C und blauem Himmel nach Oslo. Wir fuhren die Str.41, den Telemarksvejen am Nissevatn vorbei bis Seljord und dann über die E134 zur Heddal Stabkirche. Hier machten wir einen Fotostopp und telefonierten mit Kristine, die uns schon mal mitteilte dass es am Abend Pizza geben würde. Eigentlich wollten wir ja mittags in Oslo zu Egon" gehen und Pizza essen, so mussten wir uns halt mit der Alternative anfreunden, McDonald. Durch Evelyns Allergien haben wir es uns schon lange abgewöhnt in Restaurants zu essen. Da nur selten jemand wirklich weiß, was in den Gewürzen drin ist, bleibt meist nur Pizza oder halt mal McD wenn wir nicht selbst kochen können. In Oslo angekommen fuhren wir hoch zum Frogneseteren, dem Ausflugslokal über dem Holmenkollen. Zum einen kann man hier kostenlos parken und zum anderen hat man einen tollen Ausblick über die Stadt. Von hier ging es mit der T-Bahn zum Nationaltheater. Am Schloss gab es gerade eine Wachablösung, so konnten wir Sally sehr viel von dem zeigen was wir ja schon in den letzten Jahren gesehen hatten. Anschließend die Karl-Johanns-Gate zum Storting und dann zur Festung Akershus. Im Anschluss holten wir uns noch für jeden eine Oslo-Card um bis zum nächsten Abend den öffentlichen Nahverkehr nutzen zu können und freien Eintritt in die Museen zu haben. Mit letzter Kraft fuhren wir dann mit T-Bahn und Bus zum Vigelandpark. Hier konnten wir bei strahlendem Sonnenschein noch viele Bilder machen. Dann wieder mit Bus und T-Bahn hoch zum Frogneseteren unser Auto abholen und nach Drammen zu Kristine und Arne. Hier hatten wir uns dann bei der sehr leckeren selbst gemachten Pizza viel zu erzählen und kamen recht spät auf unsere Matratzen. 16.09.05 Nach einer kurzen Nacht frühstückten wir und erledigten dann noch eine kleine finanzielle Transaktion. Nach dem Evelyn, Kristine einige Tipps zu ihrer neuen Nähmaschine gegeben hatte verabschiedeten wir uns und fuhren noch einmal nach Oslo zur Museumsinsel Bygdøy. Hier begannen wir im Folkemuseum unseren Kulturtripp", dem noch die Besuche des Schifffahrtsmuseum, des Frammuseum und des Kon-Tiki Museum folgten. Gegen 15,00 Uhr machten wir uns dann auf den langen Rückweg nach Tovdal. Die E18 war sehr voll und von Oslo bis Larvik hatten wir zähfließenden Verkehr. Als wir dann gegen 19,30 Uhr in unserer Hütte ankamen waren wir völlig am Ende und beschlossen am nächsten Tag mal etwas langsam zu machen. 17.09.05 Nachdem wir alle mal richtig ausgeschlafen hatten, machte ich mit Sally nach dem Mittagessen eine kleine Einkaufs- und Angeltour. Evelyn ließen wir auf der Hütte zurück, damit sie sich mal ein bisschen erholen konnte. Zuerst fuhren wir nach Arendal, tankten und erledigten die Wochenendeinkäufe. Für das Abendessen besorgten wir 1,5 kg Rekker (Garnelen) und frisches Baguette. Bei einem Preis von umgerechnet 5,00 je Kilo ein leckeres aber erschwingliches Abendessen. Nach dem einkaufen fuhren wir zu unserer Angelstelle nach Hisøy um unsere Pilker zu baden. Fische bekamen wir auch heute nicht zu Gesicht. Nach ca. 2 Stunden gaben wir auf und fuhren wieder zur Hütte um das Abendessen zuzubereiten. 18.09.05 Heute fuhren wir an die Küste nach Homborsund um eine Wanderung um die Halbinsel Kalvehageneset zu machen. Bei bedecktem Himmel aber recht warmen Temperaturen von 15°C kamen wir bei der Klettertour über die Schären und durch hügeligen Wald ganz schön ins Schwitzen. Die Tour bietet herrliche Aussichten auf die vor gelagerten Schären und den Leuchtturm. Im Anschluss versuchten wir mal wieder vergeblich unser Angelglück. Wir hatten hier sehr schöne Stellen auf den Schären aber es wollte kein Fisch anbeißen. Also setzten wir unsere Tour fort und fuhren nach Grimstadt. Hier wollten wir eigentlich einen Kaffee trinken, aber bis auf einige Pizzaläden hatte alles geschlossen also verzichteten wir auf unseren Koffeinschub. Wir fuhren weiter entlang der Küste bis nach Hisøy und versuchten auch dort noch mal unseren Speiseplan mit frischem Fisch anzureichern, leider wie gehabt ohne Erfolg. Also nach Hause und Nudeln kochen, schmeckt ja auch nicht schlecht. 19.09.05 Heute wollten wir uns mal etwas erholen und später auf dem See angeln. Also machte ich am späten Vormittag noch einen kurzen Abstecher nach Åmli um uns mit frischem Brot und anderen Kleinigkeiten zu versorgen. Bis zum Mittag beschäftigten wir uns mit lesen und Sally mit dem Laptop. Zum Kaffee gönnten wir uns dann Pfannkuchen aus Waffelteig mit Rømme, Geitost und Blaubeermarmelade. Dann machte ich die Angeln für den See bereit und ging mit Sally zu dem zum Haus gehörenden Ruderboot. Wir hatten uns das Boot schon vor zwei Tagen angesehen und angefangen das Regenwasser aus dem Boot zu schöpfen nun entfernten wir noch die restlichen Liter. Da das Boot wohl zuletzt vor etwa 2 Monaten benutzt wurde, war im Boot fast soviel Wasser wie im See. Wir ruderten bei bedecktem Himmel aber angenehmen Temperaturen auf den See und badeten unsere Blinker und Flummis wie gewohnt erfolglos, nur diesmal halt im See statt im Meer. Im nächsten Urlaub werde ich es wohl doch mit Pilger baden" versuchen J 20.09.05 Als wir heute ausgeschlafen hatten hingen reichlich Wolken am Himmel und es nieselte. Also starteten wir mal nach Kristiansand um einige Zeit im Schwimmbad mit Sauna zu verbringen. Vorher machten wir bei nachlassendem Nieselregen einen kurzen Spaziergang durch die Stadt und gingen mit Sally bei EGON Pizza essen. Egon Restaurants gibt es in vielen norwegischen Städten und von 11,00 bis 18,00 gibt es ein Pizzabuffet mit wechselnden Sorten Pizza und gemischtem Salat. Für 99,00 NOK kann man hier essen so viel man will, und wir wollten J Als wir dann im 34°C warmen Wasser lagen kam die Sonne durch die Wolken und wir konnten für den Nachmittag noch etwas Natur planen. Nach dem Schwimmen fuhren wir dann wieder mal nach Hisøy um unsere Pilker zu baden, Pilger konnten wir keine finden. Das laufen über die Schären und der Aufenthalt an frischer Luft macht schon Spaß, aber irgendwie wäre es doch auch schön gewesen wenn wir wenigstens mal einen Fisch auch nur gesehen hätten, aber Fehlanzeige. Allerdings fingen auch die Einheimischen die hier die Angel auswarfen nichts, also lag es eventuell ja nicht an uns, sondern an den fehlenden Fischen. Es war einfach nur schön auf den Schären die langsam untergehende Sonne zu genießen und so konnten wir den entgangenen Fang verkraften. 21.09.05 Am späten Vormittag, da meine Mädels so lange geschlafen hatten, fuhren wir nach Evje. Hier war ich bereits bei meiner ersten Norwegentour 1995 und seit dem kommen wir, wenn wir in Südnorwegen Urlaub machen, immer wieder an eine bestimmte Stelle an der Otra um hier die Wasserfälle zu genießen. Vorher besorgten wir uns ein Hähnchen und frisches Baguette, dann machten wir es uns auf unserem Lieblingsfelsen bequem. Nach dem Picknick und einigen Fotos fuhren wir weiter den Byglandsfjord entlang um mit Sally eine Wanderung zu unternehmen. Wir fuhren zum alten Postweg Fonekleiva" der ca. 1840 ein Teil des Weges von Kristiansand nach Valle war. Es war ein sehr steiler Anstieg, aber die Aussicht über den Byglandsfjord und der urige Wald lohnen die Anstrengung. Vor dem Abstieg sammelten wir noch einige der zahlreichen Blaubeeren. Auf dem Rückweg machten wir noch einen Stopp an den Stromschnellen der Otra und schauten den Raftingbooten zu. Ich testete dann noch die Wassertemperatur des Flusses, allerdings vergaß ich Schuhe und Hose auszuziehen L und durfte so, nach einem kleinen Ausrutscher mit leicht feuchter Kleidung die Heimfahrt antreten. In unserer Hütte duschte ich erstmal ausgiebig und Evelyn machte uns Pfannkuchen mit frischen Blaubeeren. 22.09.05 Gimstadt, Marivold, Haseltangen, Hisøy Noch ein mal bei strahlendem Sonnenschein einen Ausflug in die Schärenküste Südnorwegens. Wir fuhren nach Grimstadt und besorgten und noch etwas für das Picknick. Dann ging es nach Marivold" einer vor Grimstadt liegenden Halbinsel. Hier gibt es zahlreiche Badebuchten und Wanderwege. Auf einer Schäre am Meer machten wir unser Picknick und anschließend eine kleine Wanderung durch die Schären. Anschließend ging es weiter nach Haseltangen", einer Halbinsel bei Fevik. Hier ist ein schöner Wald mit Badestrand und Wegen in die äußeren Schären. Hier hat man eine wunderbare Aussicht aufs Meer und zu den Leuchttürmen vor Arendal, Torungen und Merdø. Zum Ausklang des Tages ließen wir noch einmal unsere Pilker im Wasser baden, wie bisher erfolglos. Auch heute waren wieder einige Einheimische hier am Angeln und keiner hatte Erfolg. Muss wohl an den Wassertemperaturen gelegen haben, aber in den zwei Wochen kein einziger Fisch, das ist selbst mir noch nicht passiert. 23.09.05 Unser letzter Urlaubstag L Wir wollten heute keine große Tour mehr machen und so fuhren wir in Richtung Åmli um die letzten benötigten Lebensmittel zu besorgen. Unterwegs machten wir einige Stopps im Tovdal und an einem alten Sägewerk unterhalb des Sagfjellet. Hier fotografierten wir noch den Wasserlauf und die umliegenden Feuchtgebiete, die sich jetzt im Herbst von Tag zu Tag mehr verfärbten und immer schöner wurden. Am Nachmittag machten wir dann noch einen Spaziergang in die Umgebung unserer Hütte, zum See und zum Wasserfall. Dann kam der traurige Teil des Tages, das Packen. Wir unterhielten uns noch einige Zeit mit dem Vermieter, der gerade wieder im Tal angekommen war, dann stopften wir das Auto voll. Wir wollten recht früh schlafen gehen, da die Nacht recht kurz werden würde, aber nun nach zwei Wochen Aufenthalt hörten wir gegen 21,30 Uhr das erste Mal den Elch im Tal, von dem wir die ganze Zeit über nur Spuren bis direkt vor unsere Hütte gefunden hatten. Also versuchten wir im Dunkeln den Elch zu sehen, was aber durch den bedeckten Himmel und den deshalb fehlenden Mondschein nicht möglich war. Also lauschten wir dem knacken von Ästen. Ganz plötzlich schrie dann noch eine Eule in unmittelbarer Nähe und wir konnten ihren Schatten sehen der im gegenüberliegenden Wald verschwand. 24.09.05 Uahhhhh-Aufstehen um 3,45 Uhr gähn"! Abfahrt um 4,20 Uhr und pünktlich um 6,30 Uhr waren wir an der Fähre in Langesund. Mit uns fuhren ganze 20 Fahrzeuge und insgesamt ungefähr 40 Personen. So leer hatten wir eine so große Fähre erst ein Mal erlebt, das war kurz vor Weihnachten 2003 auf der Rückfahrt von Oslo nach Frederikshaven. Aber irgendwie war es auch gemütlich und sehr ruhig. Sally und Evelyn legten sich auf Bänke in die Sonne, hörten Musik und lasen in ihren Büchern, ich hatte als einziger etwas Hunger und gönnte mir ein Frühstücksbüffet. Schon seltsam so ein großes Büffet und nur knapp 10 Gäste im Restaurant. Nach diversen Spiegeleiern, Bratkartoffeln, einigen anderen Kleinigkeiten mit reichlich Kaffee und Orangensaft, legte ich mich auch noch einige Zeit auf eine Bank und döste vor mich hin. Nach Ankunft in Hirtshals fuhren wir in gemächlichem Tempo Richtung Bremen und träumten schon mal vom nächsten Urlaub. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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