| Seite 1/3 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Norwegen 2006 Vier Wochen in Westnorwegen Unsere Tour hatten wir diesmal ziemlich genau vorgeplant. Außer der Fähre hatten wir eine Hütte für die erste Woche und für die Wochen zwei und drei ein Ferienhaus vorgebucht. Freitag, den 19.05.2006 Nach dem ich in den letzten Wochen meist arbeitgeberfreundliche 70 Stunden Wochen hatte, musste ich das Packen Evelyn ganz allein überlassen. Am Freitag, den 19.05.06, meinem letzten Arbeitstag, wollte ich eigentlich bis spätestens 11:00 Uhr mit der Arbeit fertig sein und mittags noch 2 Stunden schlafen. Das war jedoch nicht möglich. Ich war erst gegen 14:30 Uhr mit der Arbeit fertig und an Schlafen war nicht mehr zu denken. Der Verkehrsfunk meldete zwischen Bremen und Hamburg 8 km Stau und nach dem Elbtunnel noch einmal 20 km. Also Auto packen und gegen 15:45 Uhr über Cuxhaven zur Elbfähre Wischhafen - Glückstadt. Das waren zwar einige Kilometer mehr, aber dafür konnten wir gemütlich fahren statt im Stau zu stehen. So kamen wir nach staufreier Fahrt gegen 23:15 Uhr in Hirtshals an. Die Fähre von Kystlink sollte um 1:30 Uhr ablegen und so dösten wir etwas im Auto. Die Fähre legte pünktlich um 0:30 Uhr an, allerdings mussten sehr viele Container und Fracht verladen werden, so dass die Verladung wesentlich länger dauerte. Als dann die Stauer" auch noch fast eine viertel Stunde ratlos vor den wartenden Autos und den Frachtcontainern hin und her liefen wussten wir, es würde wohl etwas später werden! Mit über einer Stunde Verspätung legten wir dann doch endlich ab. Die gebuchte Kabine fanden wir schon nach einigen Kilometern auf den langen und leider kaum beschilderten Gängen. Endlich etwas Schlaf. Nach einem nun 22 Stunden langen Tag viel ich sofort ins Koma und wachte erst wieder auf als die Lautsprecher Durchsage uns weckte. Samstag, den 20.05.2006 Anziehen und aufs Deck um etwas frische Luft zu bekommen. Das Deck bestand aber fast aus reinem Rost und überall sah es aus wie auf einer Großbaustelle, nur das hier niemand arbeitete. Also ähnlich wie auf deutschen Autobahn Baustellen. Dazu Farbeimer und Planen überall, da das Schiff gerade renoviert wurde. Neue Shops und Restaurants sollen bis Anfang Juni eingebaut werden. Wir waren schon gespannt wie es auf unserer Rückreise in knapp vier Wochen aussehen würde. Nach unserer Ankunft war ein Frokostbadning geplant. Frühstücksbüffet im Wellnes Bad des Skjærgarden Hotel in Langesund. Leider war das Schwimmbad wegen Renovierungsarbeiten geschlossen und wir mussten uns mit einem Frühstücksbüffet im Hotel abfinden. Anschließend fuhren wir die Küste entlang nach Stavern. Hier besichtigten wir eine Kulturminne. Das ist eine Gedenkstätte in der den im 2.Weltkrieg gefallenen Seeleuten gedacht wird. Die Gedenkstätte sah aus wie eine Ägyptische Pyramide, nur aus Granit. Nach einem kurzen Spaziergang im Schärengarten fuhren wir über Sandefjord nach Tønsberg und gönnten uns in einem der vielen Cafes am Hafen einen Café Latte bei strahlendem Sonnenschein. Dann ging es nach Verdens End zum alten Leuchtfeuer und weiter die Küste hoch bis Horten. Von da aus zu unseren Freunden nach Drammen. Hier verlebten wir einen sehr schönen Abend, bei leckerem Essen und dem Austausch von vielen interessanten Neuigkeiten. Sonntag, den 21.05.2006 Wir machten einen kleinen Ausflug nach Kongsberg, der aber bei strömendem Regen sehr kurz ausfiel. Den Mittag verbrachten wir dann wieder mit unseren Freunden in Drammen. Montag, den 22.05.2006 Nach einem kurzen Besuch bei der Bank und ausgiebigem Frühstück starteten wir dann unsere Tour nach Lærdal. Über die Str. 35 nach Vikersund, dann über die 280 bis zur E 7. Alles bei strömendem Regen. Der nur einen Vorteil hatte: Keine Fotostopps und schnelles vorankommen. Durchs Hallingdal nach Gol und über die Str. 52 durchs Hemsedal. Endlich ein Fotostopp bei nachlassendem Regen am Rjukandefossen gegenüber von Tuv Camping. Ein schöner doppelter Wasserfall von 18m Höhe. An den Felsen hingen noch einige Eisplatten. Durch die Schneeschmelze war der Wasserfall sehr kräftig. Als wir dann übers Hemsedalfjell fuhren fing es bei knapp 0°C an zu schneien. Die Seen waren zugefroren und auf den Bergen lag noch reichlich Schnee. Bei Borlaug fuhren wir dann auf die E16 zur Borgund Stabkirche. Irgendwie hatte ich die von 1995 größer in Erinnerung. Können Stabkirchen eingehen? Inzwischen hatte der Regen aufgehört und die Sonne war sogar zeitweise zu sehen. An einem Teil des alten Königsweges Vindhella" machten wir dann unsere erste Wanderung. Ich wollte die alte Strasse, die 17hundertschießmichtot gebaut wurde, gern von oben sehen. Also machte ich mich auf, die doch sehr steile Straße mit immerhin 20-25% Steigung zu erwandern. Evelyn zwickte der Ischias und ich stürmte munter drauf los. Am Parkplatz stand eine Gedenktafel mit dem Hinweis, dass hier 1901 das erste Automobil diese Straße auf dem Weg von Kristiana (Oslo) nach Bergen befahren hat. Ich konnte mich sehr gut in diese Zeit zurückversetzen, da meine Lunge ähnliche Geräusche machte wie es damals das Auto gemacht haben muss. Ein heftiges Schnaufen mit kurzen Aussetzern. Kurzatmig und schweißgebadet konnte ich aber doch die erhofften Aufnahmen machen und kam mit wackeligen Knien auch wieder unten an. Später musste ich dann feststellen, dass ich wohl einen Muskelkater in der Lunge hatte. Ich wusste gar nicht, dass es so was gibt. Der Vindhellavegen wurde bereits 1793 fertig gestellt sowie zwischen 1840 und 1843 weiter ausgebaut, so wie er heute noch zu sehen ist. Eine halbe Stunde später kamen wir dann in unserer gebuchten Hütte im Lærdalferiepark am Lærdalfjord, dem innersten Teil des Sognefjord an. Für Heute hatten wir genug und machten uns einen gemütlichen Abend. Bilder von der Digicam runter laden und Reisebericht anfangen war gerade noch möglich. Dienstag, 23.06.06 Ausschlafen und nach dem Frühstück wieder weiterschlafen. Eigentlich hatte ich einen anderen Tagesablauf geplant, aber die Wolken hingen tief und es regnete den ganzen Tag, so dass eine Wanderung oder die Tour mit der Flåmbahn nicht viel Sinn gemacht hätten. Und nachdem ich ja in den letzten Monaten nicht viel geschlafen hatte war so ein Tag irgendwie gar nicht so verkehrt. Als es dann gegen 18:00 Uhr aufhörte zu regnen machten wir wenigstens noch einen kleinen Spaziergang durch Gammle Lærdalsøry, dem historischen Stadtkern von Lærdal. Mittwoch, den 24.05.06 Von der Sonne geweckt hüpfte ich um 8:00 Uhr aus dem Bett und wäre am liebsten sofort auf Tour gegangen, aber dann entschied ich mich doch erst für ein Frühstück. Gestärkt und mit etwas Proviant versehen machten wir uns auf den Weg durch den 24,5 km langen Lærdalstunnel nach Aurland. Eigentlich wollten wir über den Aurlandsvegen fahren, aber der war leider noch wegen Schnee bis 01.06. gesperrt. Also ab durch den Tunnel. Nach ca. 6 km kam die erste von drei blauen Lichtkuppeln die hier im Tunnel für einen Tageslicht Effekt sorgen sollen. Schon sehr interessant, aber drei cirka 100m lange Lichtkuppeln bei einem 24,5 km langen Tunnel bringen nur einen kurzen AHA Effekt. Aber Egal, kurz bremsen ein bis zwei Fotos und weiter. Bei der zweiten der drei Lichtkuppeln wurde es dann plötzlich gefährlich. Ein Bus mit japanischen Touristen stand hier im Halteverbot und die Japaner machten das was man von ihnen erwartet. Sie laufen auf der Fahrbahn umher und machen Fotos. Bei der letzten Lichtkuppel machte ich dann auch ein Foto, allerdings ohne im Tunnel umher zu irren. In Aurland angekommen entschlossen wir uns erst mal zur neuen Aussichtsplattform hoch zu fahren. Diese liegt in ca. 650 m Höhe und wurde zum Fjord hin wie eine Brücke ohne Ziel einfach in die Luft gebaut. Ein sehr bemerkenswertes Bauwerk mit einer tollen Sicht über den Aurlandsfjord bis nach Flåm. Spontan entschlossen wir uns, trotz Wintersperre, den Aurlandsvegen wenigstens bis zur Sperre zu fahren. Auf der engen Strasse stand dann auch noch ein Bagger der hier mit Straßenbauarbeiten beschäftigt war. Als er uns sah schob er schnell noch einige Felsen von der Strasse und ließ uns passieren. An der Sperre angekommen, entschlossen wir uns den Aurlandsvegen ein Stück zu Fuß hoch zu laufen. Aus dem Stück" wurden dann etwa 6 km rauf in ca. 1.100 m Höhe. Atemberaubende Ausblicke. Bis zu 4 m hohe Schneewände und eine unglaubliche Stille. Als wir dann 4,5 Stunden später wieder zum Auto zurück kamen hatten wir 240" Fotos gemacht. Da der Himmel sich inzwischen über dem Fjord zugezogen hatte entschlossen wir uns die geplante zweite Wanderung zum Prest, einem Gipfel über dem Aurlandsfjord, ausfallen zu lassen. Wahrscheinlich wären wir da sowieso nicht mehr hoch gekommen. Somit machten wir noch einen kurzen Abstecher ins Flåmtal bis zur Flåm Kirche (von 1668) und dem Rjoandefossen. Flåm bedeutet von steilen Felsen umgebene Grasebene". Der Name passt ganz gut! Wegen der tief hängenden Wolken verzichteten wir auf die geplante Fahrt mit der Bahn nach Myrdal. Das werden wir in diesem Jahr wohl nicht mehr schaffen, dachten wir zumindest, aber es sollte anders kommen. Mit etwas müden Knochen fuhren wir durch den Lærdalstunnel zurück und machten für heute Schluss mit den körperlichen Aktivitäten. Gemütliches Abendessen mit Spaghetti und Rekker. Der Tag konnte als gelungen abgelegt werden. Donnerstag, den 25.05.06 AUA, nach dem Muskelkater in der Lunge, jetzt auch in den Beinen. Das musste ja so kommen, dazu auch noch Dauerregen und Schneefall bis auf ca.300 m Höhe. Also Ruhetag für die müden Knochen. Essen, lesen und schlafen. Eigentlich hatte ich daran gezweifelt, dass wir einen Fernseher in unserer Hütte brauchen, aber da er schon mal da war konnten wir uns wenigstens über den laufenden Fährstreik und die Wintersperren der Straßen im Videotext informieren. Nachdem es in den vergangenen Tagen an einigen Fähren lange Wartezeiten gab und wir am Samstag eventuell über den Geirangerfjord fahren wollten, konnten wir erfreut feststellen, dass der Streik am Abend zuvor beendet wurde. Die einzige noch gesperrte Straße, die wir fahren wollten wäre der Aurlandsvegen gewesen. Nachdem wir diesen aber ja am Vortag zumindest teilweise erwandert hatten, war uns die bestehende Sperre bis 1.Juni eigentlich egal. Freitag, den 26.05.06 Die Tage hier in Lærdal gingen sehr schnell vorbei. Leider konnten wir wegen des vielen Regens nicht alle Touren machen die wir geplant hatten. Etwas Erholung ohne körperliche Anstrengung war eigentlich auch nicht schlecht. Wir verließen Lærdal und fuhren nach Øvre Årdal um ins Utladalen zu wandern. Hier starteten wir bei strahlend blauem Himmel gegen 9:30 Uhr unsere Tour am Parkplatz unterhalb des Hjelledalsfossen, der hier ca.140 m den Berg herabrauscht. Schon nach etwa einer halben Stunde erreichten wir den zweiten großen Wasserfall im Utladalen. Den Avdalsfossen mit 175 m Höhe. Der Weg durch das Tal entlang dem Fluss Utla war sehr schön, aber er zog sich auch sehr in die Länge. Der Fahrweg war gut zu laufen. Ein kleiner Bagger, der gerade die Reste eines Steinschlags wegräumte, ließ uns etwas nachdenklich werden. Auf einer Länge von etwa 2 Metern hat es eine Leitplanke ins Tal gerissen. Also waren wir wohl nicht zu früh dran mit unserer Wanderung. Nach knapp 2 Stunden kamen wir am Hjelle Gjæstegard an. Hier endete der Fahrweg. Es wurde steinig, rutschig und teilweise auch sehr steil. Erst über eine kleine Anhöhe, dann den Weg an einem steilen Hang hinab, über ein scheinbar noch frisches Geröllfeld. An dessen Rand lagen die Reste von Stahlseilen und Metallpfosten, die hier scheinbar bis vor kurzem noch zur Wegsicherung gedient hatten. Nach erfolgtem Abstieg zur Utla, hatten wir dann zwei Möglichkeiten für die weitere Tour, entweder über eine Hängebrücke und etwa 375 m einen steilen Anstieg hinauf, oder weiter etwa einen Kilometer an der Utla entlang. Wir entschlossen uns für die Strecke an der Utla und gelangten nach einer weiteren halben Stunde am Fuße des Vetifossen an, der mit 275 Metern höchste nicht regulierte Wasserfall Norwegens. Nach einer kurzen Rast, einem kleinen Imbiss und einigen Fotos machten wir uns auf den Rückweg. Die letzten 30 Minuten waren dann die schwersten, da merkten wir doch dass wir hier hart an unsere Grenzen gegangen waren, zumal Evelyn mit Ihrem Ischias immernoch Probleme hatte. Ich musste ja nicht nur den Rucksack sondern zusätzlich auch noch mein ganzes Übergewicht tragen. Um 14:30 Uhr kamen wir wieder am Auto an und machten uns auf den Weg. Von Øvre Årdal über den Tindevegen, einer Mautstrasse übers Fjell, nach Turtagrø auf den Sognefjellvegen. Viele Serpentinen und je weiter wir zum Sognefjell kamen auch immer mehr Schnee. Eine wirklich spannende Strecke. Das Wetter spielte mit und nach zahlreichen Fotostopps erreichten wir die Sognefjell Touristhytte in 1415 Metern Höhe. Hier stärkten wir uns mit frischen Waffeln und nicht ganz so frischem Kaffee. Als wir dann vom Sognefjell runter nach Lom kamen fand dort scheinbar ein Oldtimertreffen statt. Uns begegneten Mengen von alten Autos aus vielen Jahrzehnten. Nach kurzem Stopp an der Stabkirche von Lom fuhren wir ins Ottadalen bis zum Dønfosscamping. Hier mieteten wir eine sehr schöne Hütte für die Nacht. Der Platz lag direkt am Dønfoss. Wir liefen noch ein wenig am rauschenden Wasser entlang, bevor ich mich an den Reisebericht und das Runterladen der Bilder von der Digicam machte. Samstag, den 27.05.06 Ausgeschlafen starteten wir eine etwas größere Tagestour. Durchs Ottadalen ging es in Richtung Geiranger. Die Schneemassen und die zugefrorenen Seen waren tolle Fotomotive. Als wir am Djupvatnet ankamen war zu unserer Überraschung die Straße zum Dalsnibba auch geöffnet. Da wohl noch nicht viel Betrieb herrschte wurde auch keine Maut kassiert. Der Schotterweg war schneefrei, aber am Straßenrand türmten sich die Schneewände bis zu 4 Meter Höhe. Auf dem 1476 m hohem Gipfel trafen wir dann auch nur auf ein weiteres Auto. Die Sicht war atemberaubend und wir machten viele Fotos, bevor wir uns auf den Weg nach Geiranger begaben. (Anmerkung von Evelyn: Ich brauchte auch dringend einen Stopp hier. Durch meine Höhenangst konnte ich die Fahrt nicht so sehr genießen wie Detlef, der mich immerzu aufforderte doch die herrliche Aussicht zu genießen. Aber um mich hier umzusehen brauchte ich festen Boden unter den Füßen. Das Auto steht zwar auf vier Rädern aber ich fühlte mich sicherer auf meinen zwei Beinen, nix gegen Detlefs Fahrkünste. Hoffentlich ist der Beifahrersitz noch ganz. Wo ich mich festhalte gibt es nämlich keine Griffe J. Ob ich auf den Dalsnibba nochmal rauf fahre kann ich nicht versprechen. Vielleicht machen die Norwegischen Straßenbauer da ja irgendwann mal eine Randbegrenzung hin. Auch wenn es Detlef gefällt so wie es ist.) In Geiranger machten wir einen kleinen Rundgang, aßen Waffeln mit Rømme und Marmelade. Dazu gab es mal wieder einen Kaffee, der den Namen Kaffee" nicht verdient hatte. Wir werden nie verstehen, dass bei dem sehr hohen pro Kopf Verbrauch Kaffee in Norwegen immer wieder so eine Plörre angeboten wird. Zum Glück bekamen wir wenigstens hin und wieder auch einen richtig guten Kaffee. Anschließend ging es hoch auf den Ørnevegen mit Fotostopp an der Aussichtsplattform und weiter zur Fähre Eidsdal-Linge. Leider hatten wir die Fähre gerade verpasst und als sie dann endlich wieder in Eidsdal angekommen war machten die Jungs von der Fähre erst mal Mittag. So ging es dann nach insgesamt etwa einer Stunde rüber nach Linge und über Valldal rauf auf dem Trollstigen. Auch hier viel Schnee und herrlicher Sonnenschein. Fotostopp an der Trollstigen Fjellstove und ab in Richtung unseres ab heute gebuchten Ferienhauses. Trollstigen runter zur Fähre Lyabigda-Stranda. An der Fähre in Lyabigda mussten wir eine halbe Stunde warten und machten noch einige Fotos. Dabei bewies ich mal wieder meine Fähigkeiten als StuntmanJ. Durchs fotografieren und die tiefstehende Sonne achtete ich nicht so genau auf den Weg und trat in ein gut 50cm tiefes Loch. Dadurch kam ich ins Fallen und schaffte es mit einer Hand die Kamera nicht auf dem Boden kommen zu lassen und trotzdem eine volle Rolle zu machen und wieder auf den Füßen zu landen. Nur eine kleine Prellung am rechten Ellenbogen statt eines Totalschadens an der schönen Digicam. Meine Instinkte funktionierten doch noch recht gut. Immerhin hatte ich vor vielen Jahren einige Folgen der TV Serie Colt Sievers" gesehen. (Krimiserie über einen Stuntman) JA, Fernsehen bildet! (Anmerkung von Evelyn: Wirklich erstaunlich, ein Mann in diesem Alter macht solch eine Rolle. Dazu noch meiner! Hätte ich ihm gar nicht zugetraut, aber für die Kamera .. Also ich hätte mir wenigstens den Arm gebrochen. Aber ich hab ja auch keine Kamera) Nach erfolgter Überfahrt ging es weiter über Hellesylt in Richtung Stryn. Kurz vor Stryn zweigt die Str.613 (Panoramavegen) ab in Richtung Hopland. Die Wegbeschreibung zum Haus besagte dass wir die Straße bis zum Ende fahren müssten und dann nach unten an den Fjord. Leider war auf unserer Karte (gekauft vor 3 Wochen) und auch in der Wegbeschreibung noch nicht berücksichtigt das die Str.613 hier nicht mehr endete, sondern weitergebaut wurde und nun durchgehend bis zur E39 zu befahren war. Also fuhren wir einige Kilometer zu weit und mussten dann umkehren um die Richtige Abfahrt zu unserem Ferienhaus zu suchen. Die Strasse, oder besser der Schotterweg ging in steilen Serpentinen den Berg hinunter zum Fjord. Als wir dann gegen 20:00 Uhr am Haus ankamen, steckte der Schlüssel. Unser Vermieter, kam kurz darauf aus seinem in der Nähe stehenden Haus, um uns zu begrüßen. Im Haus stand ein kleiner Obstkorb als willkommens Geschenk und die Heizung lief auch schon. Das Haus war nicht sehr groß, da die angegebenen 50m² den über eine steile Leiter erreichbaren, niedrigen Hems mit einbezogen. Diesen konnten wir allerdings mit unseren altersschwachen Körpern nicht nutzen. Egal, für uns zwei reichte auch eine Etage mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Dusche/WC. Wir hatten im Obergeschoß des alten Fischerhauses eine kleine Terrasse direkt über dem Fjord. Eine wunderschöne Aussicht. Das zum Haus gehörige Boot war allerdings nicht so groß wie angegeben und ob ich mit der Nussschale wirklich auf den Fjord fahren würde musste ich mir noch gut überlegen. Das Auto konnten wir am Haus ausladen, mussten dann aber in 100 m Entfernung parken, da der Weg am Haus vorbei zu schmal war. Auspacken, Duschen, Essen und gut für Heute. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Weiter zu Teil 2 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| . | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||