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Oslo im Dezember 2003 Im Dezember entschlossen wir uns noch ganz spontan für einen Kurztripp nach Oslo. Wir mieteten eine Hütte auf Bogstad-Camping und hatten einige schöne Tage, bei Schnee und frostigen minusgraden. Nach unserem "Kultutschock" 2001, als wir nach 3 Wochen Lofoten in Oslo von der Hektik der Großstadt fast erschlagen wurden, wollten wir doch mal sehen ob Oslo außerhalb der Sommersaison nicht etwas besser zu erkunden wäre. Freitag, den 19.12.03 fuhren wir erst mal nach Aalborg/DK und machten einen Bummel über die "Nissebyen", den Weihnachtsmarkt. Sehr hübsch und gemütlich war es hier. Für den Abend hatten wir in Frederikshavn ein Zimmer im Sjømandshjem reserviert. Ein sehr hübsches und nicht zu teueres Hotel in der Nähe des Fähranlegers. So fuhren wir ausgeruht und nach einem guten Frühstück am Samstagmorgen auf die Stena-Saga. Nach einer ruhigen Überfahrt kamen wir am Abend in Oslo an und fuhren durch den Straßendschungel zum Campingplatz. Die Hütte war zwar recht groß aber auch lieblos eingerichtet, allerdings zum schlafen und Kochen für uns ausreichend. Auf dem Platz lagen ca. 10cm Schnee und es war knakig kalt. Hier ließen wir unser Auto für die nächsten Tage stehen und holten uns eine Tageskarte für den Nahverkehr. Das Bahn und Busnetz ist sehr gut ausgebaut und die Tageskarte für 24 Stunden wesentlich günstiger als die Parkgebühren die uns in der Stadt erwartet hätten. Am Sonntag machten wir uns auf nach Bygdøy die Museen erkunden. Leider war der Himmel sehr verhangen und bei leichtem Schneetreiben war das Licht zum Fotografieren sehr schlecht. Zuerst besuchten wir das Folkemuseum mit seinen alten Häusern und Höfen aus ganz Norwegen. Hier steht auch ein Nachbau der Stabkirche von Gol. In einem Haus gab es frisch gebackene Lefser, eine Art Pfannkuchen der über einem offenen Feuer gebacken wurde. Anschließend ging es weiter mit dem Bus zum Kon-Tiki Museum und ins Fram-Museum. Alles sehr sehenswert und da zu dieser Jahreszeit nicht so stark besucht, auch nicht so stressig. Leider wurde in unserem Fotolabor nach dem Urlaub ein Film falsch entwickelt und so sind leider von den Museen nicht viele Bilder übrig geblieben. Da müssen wir wohl noch mal nach Oslo:-) Am Montag fuhren wir bei Sonnenaufgang in die Stadt um etwas geschäftliches zu erledigen, machten einen Rundgang durch Akkerbrygge und gingen ins Rathaus, wo Evelyn sich unbedingt einen Quillt ansehen wollte. Dann kam das Ereigniss unseres Oslo Besuchs: Wir trafen WIKI !! Die wilde Wikingerin. Wir kenne uns durch das Forum und verbrachten eine sehr schöne Stunde im "Cafeconbar" bei einem zweiten Frühstück und einer Menge Kaffee. Den restlichen Tag verbrachten wir damit die Stadt zu besichtigen und ein wenig die Geschäfte zu durchstöbern. Am Schloß war gerade Wachablösung und so hatten wir noch ein touristisches Highlight erlebt. Dann machten wir mal wieder eine etwas überflüssige Erfahrung. Wir wollten in einem Europris Laden Pullover kaufen, das hatten wir im Oktober in Lyngdal schon gemacht und da diese nicht nur uns sehr gefielen, hatten wir den Auftrag noch einige davon mitzubringen. Also fuhren wir mit dem Bus in den Sandakervejen wo das Geschäft sein sollte. Da laut Stadtplan am Ende dieser Strasse ein Einkaufzentrum war, dachten wir das wir mit großer Wahrscheinlichkeit dort auch den Laden finden würden. Das war allerdings ein Fehler. Da das Geschäft hier nicht war und wir die Hausnummer nicht wussten wollten wir den Weg zu Fuß ablaufen um den Laden zu finden. Wir haben noch nie eine so lange und merkwürdig verlaufende Strasse gesehen. Erst durch einen Kreisverkehr, dann einmal links abgebogen, dann wieder rechts, nochmal links und wieder rechts und der Weg wollte kein Ende nehmen. Normalerweise wären hier mindestens 5 Strassennamen richtig gewesen, aber in Norwegen ist halt doch manches anders. So liefen wir ungefähr zwei Stunden durch einen Randbezirk von Oslo und schließlich ganz am Ende fanden wir den Laden. Natürlich waren keine Pullover mehr in den gewünschten Größen vorhanden. Also hatten wir wenigstens einen schönen anstrengenden Spaziergang gemacht und wieder etwas erlebt dass wir nicht vergessen werden. Am Dienstag, dem Tag unserer Rückreise fuhren wir mit dem Auto zum Holmenkollen, parkten unser Auto am Frognersetteren und fuhren mit der Bahn noch mal in die Innenstadt. Nach einem Spaziergang durch den Vigeland Park gönnten wir uns bei Egon an der Centralstation ein augiebiges Pizzabord und fanden anschließend in der Stadt zwar andere aber dennoch schöne Pullover. Am Abend ging es dann zur Fähre und in unsere schöne große Kabine. Nach dem ich mir dann noch einige Flaschen "Juleakvavit" aus dem Shop geholt hatte schliefen wir bis zum Wecken und nach der Ankunft in Frederikshavn fuhren wir gemütlich wieder nach Bremen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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