Stø

Im Fischerdorf Stø an der Nordspitze von Langøya, hatten wir im Juni 2001 für eine Woche ein sehr schönes Ferienhaus gemietet.
So hatten wir die Gelegenheit den Ort zu jeder Tages und Nachtzeit zu erleben und die Mitternachtssonne zu genießen.

Eine Wanderung auf dem Königinnen Weg von Stø nach Nyksund bot uns unvergessliche Ausblicke über das Meer bis nach Andøya.
Zur Wanderung zwischen den beiden Orten gibt es zwei Möglichkeiten, eine ist die Route über die Natostation, von der aus man, bei entsprechendem Wetter einen herrlichen Blick über das Meer bis nach Andenes hat.
Die zweite Route führt unterhalb der Berge am Meer entlang und bietet auch einen schönen Blick auf die Mitternachtssonne.
Beide Routen beginnen kurz vor dem Bobilcamp , sind gut gekennzeichnet und benötigen ca. 2 – 3 Stunden.

In der Ortsmitte befindet sich ein kleiner Vogelfelsen mit Dreizehen Möwen, die sich hier auch ohne großes Teleobjektiv gut fotografieren lassen.
Mit etwas Glück kann man auch Seehunde fotografieren, die hin und wieder bis ins Hafenbecken schwimmen.
Im Ort befindet sich eine Fischfabrik und bis Ende Juni hängen die riesigen Trockengestelle voll mit Stockfisch.
Die meisten Besucher kommen allerdings wegen der Walsafari nach Stø.

Der Unterschied der Walsafari von Stø im Vergleich zu Andenes, liegt zum einen darin daß das Schiff, die "Genius" deutlich kleiner ist als das in Andenes und zum anderen darin das die Tour von Stø, schon mal 8 – 10 Stunden dauern kann, je nach dem wie schnell man auf Wale stößt.
Das Schöne ist halt das man in relativ kleinen Gruppen fährt und das man auf der Tour auch an der Vogelinsel Anda Fyr vorbeifährt, wo sich Papageientaucher und Seeadler beobachten lassen.
Die Besatzung ist sehr bemüht um die Gäste und auf der Rückfahrt gibt es eine leckere Fischsuppe.

Meine Tour, am 25.06.01
Bereits am Abend des 24.06. hatte ich mich angemeldet und nach dem in dieser Saison noch keine Pottwale gesichtet wurden, hoffte ich natürlich das es bei meiner Tour endlich so weit sein würde.
Um 10,30 Uhr gab es eine kleine Information über die hier vorkommenden Arten und die üblichen Sicherheitshinweise bezüglich des Gebrauchs von Schwimmwesten.
Pünktlich um 11,00 Uhr verließen wir bei Windstärke 6 den schützenden Hafen und nach dem wir an der Insel Andy Fyr angekommen waren mußte ich feststellen das bei dem hohen Seegang das fotografieren sehr schwer werden würde.
Als wir die Vogelinsel passiert hatten schlugen die ersten hohen Wellen über das Schiff und wir waren trotz Gorekleidung fast alle reichlich durchnäßt.
Das Schiff schaukelte dermaßen, das bereits nach einer knappen halben Stunde die ersten Passagiere sich das Frühstück noch mal durch den Kopf gehen ließen und kleine Plastiktüten füllten, die von der sehr führsorglichen Besatzung ausgeteilt wurden.
Nach etwa 2,5 Stunden erklärte ich mich dann mit den leidenden solidarisch und ließ mir auch einige Tüten geben. Als wir dann nach ca. 4 Stunden die ersten Wale zu sehen bekamen, brauchte ich noch etwa 20 Minuten bis ich mich wieder auf das fotografieren konzentrieren konnte.
Leider sahen wir nur einige Grindwale und Delphine, aber wenigstens lenkte es uns soweit ab das wir nicht mehr an die Tüten dachten.
Nach etwa einer Stunde begaben wir uns auf den Rückweg und mit dem Wind im Rücken waren auch die Wellen nicht mehr so hoch und alle konnten wieder Nahrung zu sich nehmen. Die Fischsuppe war lecker und der Magen beruhigte sich.
Trotz der nicht gesichteten Pottwale war die Tour ein tolles Erlebnis und ich werde sie bestimmt eines Tages wiederholen.


Infos unter

Tel. 0047 76131166

www.whaletours.no

oder

www.myre-hotel.no
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